Sorglos in den Ruhestand: Ein Leitfaden für Bitcoin-Investoren

Die Altersvorsorge ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Die gesetzliche Rente reicht häufig nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand halten zu können. Umso wichtiger ist es, früh mit einer zusätzlichen Altersvorsorge zu beginnen. Neben klassischen Anlageformen wie Aktien, Fonds oder Immobilien rückt auch zunehmend Bitcoin als Ergänzung in den Fokus. Kein Wunder, konnte die digitale Währung in den vergangenen Jahren immens hohe Renditen erzielen.

Doch Bitcoin birgt auch Risiken. Starke Kursschwankungen, mögliche Totalverluste und die Unwägbarkeiten einer noch jungen Anlageklasse schrecken viele Kleinanleger ab. Zu Recht? Ja und nein. Richtig ist, dass Bitcoin aufgrund der hohen Volatilität nur etwas für risikobereite Investoren ist. Langweilig wird es mit der digitalen Währung bestimmt nicht. Doch lässt sich das Risiko durch bestimmte Maßnahmen durchaus reduzieren.

Wie also können interessierte Investoren Bitcoin gezielt als Baustein für die Altersvorsorge nutzen? Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, worauf es ankommt. Dabei stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Sinnvoller Anteil von Bitcoin an der Gesamtstrategie
  • Regelmäßige Investition per Sparplan
  • Sichere Verwahrung in Wallets
  • Langfristiger Vermögensaufbau über 10, 20 Jahre oder mehr
  • Teilverkäufe schon vor der Rente

Indem man diese Aspekte berücksichtigt, kann auch mit der risikoreichen Kryptowährung eine zusätzliche Rente aufgebaut werden. Wie das funktioniert, erfährst du auf den folgenden Seiten.

Entscheidung für Bitcoin als Teil der Ruhestandsplanung

Zunächst sollte man sich überlegen, ob Bitcoin zur eigenen Anlagestrategie für die Ruhestandsplanung passt. Durch die Nutzung von Bitcoin Bank und ähnlichen Plattformen können Anleger in Bitcoin investieren, müssen jedoch beachten, dass diese, im Gegensatz zu traditionellen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen, großen Kursschwankungen unterliegen. Das heißt, Bitcoin eignet sich nur für risikobereite Anleger, die über einen langen Anlagehorizont verfügen – wie für die Altersvorsorge.

Folgende Fragen helfen, die Entscheidung zu treffen:

  • Wie hoch ist meine Risikobereitschaft?
  • Verstehe ich die Funktionsweise und Risiken von Bitcoin?
  • Kann und will ich schwankende Kurse über einen längeren Zeitraum aussitzen?

Wer diese Fragen mit „ja“ beantworten kann, für den können Bitcoin und Co. als Beimischung zum Depot durchaus Sinn machen. In der Regel empfiehlt sich eine Gewichtung von maximal 5 Prozent des Gesamtvermögens. Mehr Risiko sollte man nur eingehen, wenn man die hohen Schwankungen und möglichen Verluste auch tragen kann.

Vermögensaufbau mit Sparplan und Cost-Average-Effekt

Vorteile der regelmäßigen Geldanlage

Hat man sich grundsätzlich für Bitcoin als Teil der Altersvorsorge entschieden, ist eine regelmäßige Geldanlage ratsam. Durch einen Sparplan profitiert man vom Cost-Average-Effekt: Durch regelmäßige Käufe gleichen sich die Kaufpreise über Zeit aus, der Einstiegskurs verliert an Bedeutung.

Die Vorteile im Überblick:

  • Ausnutzen von Kursrückgängen
  • Reduzierung Schwankungsrisiko
  • Disziplinierung der Geldanlage

Mögliche Umsetzung mit 100 Euro pro Monat

  1. Ein Betrag von 100 Euro monatlich in Bitcoin investieren
  2. Über 10 oder 20 Jahre halten
  3. Zum Rentenbeginn teilweise oder komplett verkaufen

So könnte man beispielsweise über 10 Jahre bei einer durchschnittlichen Rendite von 10 Prozent auf eine Anlagesumme von 15.000 Euro mit Bitcoin kommen. Bei einem Kurs von derzeit 20.000 Euro wären das in 10 Jahren rund 0,75 Bitcoin.

Merke: Nur Geld investieren, das man langfristig nicht benötigt!

Auswahl sicherer Aufbewahrungsorte

Da Bitcoin und Co. digitale Währungen sind, kommen zur Aufbewahrung digitale Wallets zum Einsatz. Hier sollte man auf Seriosität und Sicherheit achten, um das Investment bestmöglich zu schützen. Empfehlenswert sind hardwarebasierte Wallets oder Paper Wallets. Damit lagert man die Private Keys offline, so dass Hacker keinen Zugriff haben.

Beliebte Hardware Wallets sind beispielsweise:

  • Ledger Nano X
  • Trezor Model T

Als kostengünstigere Alternative bieten sich Paper Wallets an. Dabei handelt es sich um ausgedruckte Private Keys, die man sicher zu Hause aufbewahrt.

Langfristiges Investment

Bitcoin eignen sich aufgrund der hohen Schwankungsbreite nur für einen langfristigen Vermögensaufbau, nicht aber für kurzfristige Gewinne. Betrachtet man die Wertentwicklung seit der Einführung 2009, konnte Bitcoin bisher eine durchschnittliche Jahresrendite von über 200 Prozent generieren – trotz heftiger Einbrüche.

Diese enorme Rendite gab es allerdings nur, weil Anleger auch die zwischenzeitlichen Wertverluste von 80 bis 90 Prozent aussaßen und durchhielten. Als Altersvorsorge mit einem Anlagehorizont von über 10 Jahren eignet sich Bitcoin also durchaus – vorausgesetzt man bringt viel Geduld mit und zahlt sich den Grundstein für den Ruhestand Monat für Monat durch einen Sparplan.

Risikomanagement: Verkauf in Tranchen

Da der Kursverlauf nicht vorhersehbar ist, sollten Anleger einen Teil der Bestände bereits vor der Rente zu Geld machen. So realisiert man schon vor dem Ruhestand sichere Gewinne und schützt sich vor einem Totalverlust.

Mögliche Vorgehensweise:

  • 10 Jahre vor Rentenbeginn: 20 Prozent der Bitcoin-Bestände verkaufen
  • 5 Jahre vor Rentenbeginn: weitere 30 Prozent verkaufen
  • Rest bis zur Rente halten

Alternativ kann man den Bitcoin-Anteil auch jährlich durch prozentuale Verkäufe reduzieren. Wichtig: Auch frühzeitige Gewinnmitnahmen müssen versteuert werden! Hier braucht man also eine Strategie.

Fazit: Bitcoin ergänzen traditionelle Altersvorsorge sinnvoll

Wer eine hohe Risikobereitschaft und einen langen Anlagehorizont mitbringt, kann mit Bitcoin und Kryptowährungen seine Altersvorsorge ergänzen. Als Beimischung können Bitcoin die Gesamtrendite eines Portfolios langfristig erhöhen.

Allerdings sollten nur Gelder investiert werden, auf die man notfalls auch verzichten könnte. Der Bitcoin-Anteil am Gesamtvermögen sollte 5 bis maximal 10 Prozent nicht überschreiten. Nur so lässt sich das Risiko der starken Kursschwankungen beherrschen.

Am besten eignet sich ein Sparplan, um von der Volatilität der digitalen Währung zu profitieren. So lassen sich auch kleinere Geldbeträge über einen langen Zeitraum hinweg investieren. Kombiniert mit einer sicheren Lagerung in Wallets und sukzessiven Verkäufen vor der Rente, können Bitcoin-Investoren die digitale Währung sinnvoll für einen sorgenfreien Ruhestand nutzen.

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