Was ist Social Trading

Social Trading in Abgrenzung zum klassischen Trading
Trading beschreibt aus dem englischen übernommen den eher kurzfristig angelegten Kauf- und Verkauf verschiedenster Finanzprodukte. Diese Finanzprodukte können z.B. Anleihen, Aktien, Währungen, Rohstoffe oder Kryptowährungen sein. Ziel des Tradings ist es das entsprechende Finanzprodukt zu einem höheren Preis verkaufen zu können als das es eingekauft wurde und damit einen finanziellen Zugewinn zu erreichen.

Beim Social Trading steht ebenfalls die Absicht zur Erzielung von Gewinnen im Vordergrund.
Social Trading soll im Unterschied zum klassischen Trading die Effekte sozialer Netzwerke für den erfolgreichen Börsenhandel nutzbar machen. Der soziale Austausch zwischen einer Vielzahl von Tradern soll für den einzelnen Trader die Möglichkeit bieten ein Mehr an Informationen gewinnen und verarbeiten zu können als er es als eigenständiges nur für sich selbst handelndes Individuum tun könnte.
Im Idealfall sind Anleger durch den Austausch mit anderen Anlegern und den Zugriff auf einen größeren Pool von relevanten Informationen dazu in der Lage rationalere Tradingentscheidungen zu treffen und so Risiken zu vermeiden und ihre Gewinne zu optimieren.
Teilnehmer am Social Trading erhoffen sich durch den Austausch im Netzwerk die Informationsnachteile die sie gegenüber institutionellen Investoren wie Fonds, Banken oder Vermögensverwaltern traditionell haben kompensieren zu können.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Social Trading
Die technische Voraussetzung für die Teilnahme am Social Trading ist die Eröffnung eines Depots bei einem Finanzdienstleister der Social Trading anbietet.
Die bekanntesten Anbieter Social Trading fähiger Depots sind hierzulande Ava Trade, eToro und Wikifolio.

Finanzielle Voraussetzung ist ein Guthaben mit dem man bereit ist an der Börse zu traden und im schlimmsten Falle einen Totalverlust zu erleiden.

Zwingende rechtliche Voraussetzung ist die Bestätigung der Aufklärung über die Funktionsweise der Finanzmärkte und deren Risiken im Sinne des deutschen Wertpapierhandelsgesetz.

Chancen und Risiken des Copy Tradings
Die Chancen und Risiken des Social Tradings entsprechen exakt den Risiken die man eingehen würde als wenn man eigenständig aktiv an den Börsen handeln würde.

Einziger Unterschied ist, dass die Risiken des Trades nicht nur vom Anleger selbst eingeschätzt werden sondern die Einschätzung im aktiven Austausch mit anderen Anlegern sukzessive entsteht. Unterstellt man hierbei einen Zugewinn an qualitativen und quantitativen Informationen bedingt durch den aktiven Austausch mit anderen Tradern und eine gewisse Schwarmintelligenz bei der Würdigung der vorhandenen Informationen sollte der Austausch mit anderen Tradern rationalere Entscheidungen begünstigen und damit zu einem besseren Tradingerfolg führen.

Neuere empirische Studien kommen u.a. zu dem Ergebnis das Social Trading eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit besitz als das individuelle Trading (Altshuler, 2014).

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